12 April 2021

Lebensmittelqualität erfordert auch Verantwortungsvolle anbaubedingungen und Produktionsmethoden

DIE QUALITÄT DER EIER: DAS ERGEBNIS DER ARBEIT EINER GANZEN BRANCHE

Eier sind ein schönes Beispiel dafür, was in einer Branche getan werden kann, um die Produktionsqualität zu verbessern und gleichzeitig die Erwartungen der Verbraucher zu erfüllen. 2016 startete der französische Branchenverband Interprofession française des œufs, der größte Eierproduzent in Europa, ein umfangreiches Projekt, das zur Erstellung eines Gesellschaftsvertrags für die Zukunft führte. Er ist Ausdruck des Willens der gesamten Branche, die Arten der Hühnerhaltung an die hohen gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen, die schon vor der Gesundheitskrise sehr deutlich waren. Das Ziel ist ein Anteil von 50 % Legehennen in alternativen Haltungsformen bis 2022.

Heute geht es rasch voran bei diesem ehrgeizigen Ziel, denn in Frankreich lebt bereits jede zweite Henne (53 %) in einer alternativen Haltungsform, mit 2 Jahren Vorsprung auf die Zielvorgaben. Bodenhaltung mit Voliere, Bio-Haltung und Freilufthaltung haben die Käfighaltung weitgehend ersetzt, trotz der Kosten, die durch diese Veränderung entstehen. Dennoch wird dieser Wandel von den Verbrauchern begrüßt, da sich 85 % der Franzosen 2019 bereit erklärten, für Eier aus alternativer Haltung einen höheren Preis zu bezahlen**.

Bis 2022 dürfte die Produktion von Bio-Eiern ebenfalls um 50 % steigen und der Bestand an Legehennen mit Label Rouge dürfte um 20 % zunehmen.

 

VORBILDLICHE HÜHNERHÖFE

Ein weiteres Ziel, das die Branche vorgegeben hat, ist die Fortführung von Aktionen zur Verbesserung des Tierwohls.

Auch wenn das Schnabelstutzen für Hennen in Boden-, Freiluft- und Bio-Haltung erlaubt bleibt, wie der Verein CIWF mitteilt, verbessern die Hühnerhöfe nun:

  • Hühnerstangen (mit mindestens 15 cm pro Henne)
  • Einstreu (trocken und bröckelig), das ein Sandbad ermöglicht (notwendig, um sich auf natürliche Weise von Parasiten zu befreien)
  • Tageslicht
  • mindestens 4 verschiedene Picksubstrate (für 1.000 Hühner)

Alle diese Maßnahmen wurden eingeführt, um Eier mit Code 2 zu produzieren, also von Hühnern, die auf dem Boden in Ställen gehalten werden, in denen es keine Käfige mehr gibt. Und in dieser Umgebung wollen die Hühner natürlich herumlaufen, picken, auf einer Stange sitzen, scharren und mit ihren Artgenossen interagieren. Cocotine hat sich entschieden, bei der Berücksichtigung der Bedürfnisse der Hennen und der Verbesserung ihrer Lebensumstände noch weiter zu gehen, und dafür das Sortiment „Hühner in Bodenhaltung, Tierwohl“ geschaffen, das alle diese Parameter berücksichtigt.

Freilandhühner

Schließlich wird darauf hingewiesen, dass die meisten französischen Legehennen ohne Gentechnik gefüttert und – soweit möglich – ohne Antibiotika behandelt werden.
Die Branche hat ferner neue Instrumente eingeführt, um die Messung des Tierwohls zu erleichtern. Für die Hühnerzüchter wurde eine App entwickelt, um diese Messungen vorzunehmen, und sie wird von einem Maßnahmenkatalog begleitet, in dem Verbesserungsideen erfasst sind.

Schließlich ist auch das Label Œufs de France eine Qualitätsgarantie. Es zeichnet die französische Eierbranche insgesamt aus: von den Brütereien über die Eierproduzenten und Lebensmittelhersteller bis zu den Verpackungsfirmen und Verarbeitern der Eier. Für Eier mit dem Label Œufs de France gibt es ein Tracking vom Brutbetrieb bis zum Legehennenhof, und alle Bewegungen der Tiere, vom Zeitpunkt, in dem das Geflügel in ein Gebäude kommt, bis es dieses wieder verlässt, werden nachverfolgt. Dieses Monitoring wird durch Selbstkontrollen, aber auch durch unabhängige Anstalten überprüft. So entsteht eine vollständige Garantie für Gesundheitssicherheit und die Herkunft des Produkts, die dem Wandel unserer Gesellschaft und den Erwartungen der Verbraucher entspricht.

** Studie CNPO/CSA 2019

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Cocotine

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