12 September 2022

Boomende Nachfrage nach alternativen Eiern.

Markt

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Es war zwar zu erwarten, überrascht aber dennoch durch sein Ausmaß. Das sich ändernde Verbraucherverhalten, sei es als Kunde in der kommerziellen Gastronomie, als Gast in der Gemeinschaftsverpflegung oder als Verbraucher zu Hause, zwingt die Eierindustrie, den Übergang zu alternativen Haltungsformen zu beschleunigen, da sie sonst Gefahr läuft, sich nicht mehr synchron zur Nachfrage zu verhalten. Zu der Verpflichtung der großen Akteure des Handels, ihre Lieferungen von Eiern aus Batteriehaltung einzustellen, kommen der Vormarsch so genannter alternativer Ernährungsweisen und die Banalisierung der Innovationen der foodtech hinzu.

Immer mehr Unternehmen reagieren auf die Nachfrage der Verbraucher nach Eiern aus besseren Haltungsbedingungen. Man muss sagen, dass der „Haushaltsverbraucher“ in der Lage ist, die Herkunft des Eies über seine Kennzeichnung rückzuverfolgen.

DIE BEDEUTUNG DES KENNZEICHNUNGSCODES VON EIERN

Die Kennzeichnung von Eiern bedeutet das Anbringen eines Codes auf den Eierschalen, um über die Herkunft der Eier zu informieren. Er ermöglicht die Rückverfolgbarkeit gemäß der EU-Richtlinie 2002/4/EG. Die vier Stufen der Kennzeichnung von Eiern sind Folgende:

  • Code „3“: Eier von Hühnern in Käfighaltung oder Batteriehaltung;
  • Code „2“: Eier von Hühnern in Bodenhaltung (oder in der Voliere);
  • Code „1“: Eier von Hühnern in Freilandhaltung;
  • Code „0“: Eier von Hühnern gemäss Ökologischer Erzeugung (Zertifizierung für biologische Landwirtschaft oder AB).

Cocotine, eine Genossenschaftsmarke, die ihren Züchtern gehört, hat sich verpflichtet, die Käfighaltung einzustellen. Die Produktreihe „Hühner in Bodenhaltung für besseres Tierwohl“ ist ein Schritt auf diesem Weg, der von den Akteuren der Gastronomie befürwortet und von Verbänden, die sich für das Tierwohl und die Gäste einsetzen, unterstützt wird.

Dieses Code-2-Sortiment für besseres Tierwohl ist eine Antwort auf die doppelte Problematik der Erschwinglichkeit, die von der Gastronomie in ihrer sozialen Rolle erwartet wird, und des Tierwohls in der konkreten Umsetzung verbesserter Lebensbedingungen für Hühner.

Für die Gäste der kommerziellen Gastronomie oder der Gemeinschaftsverpflegung ist die Forderung nach Eiern „außerhalb des Eiercodes 3“ im Aushang (Speisekarte, Schiefertafel, Plakate) und in der Kommunikation ersichtlich, wenn der Gastronomiebetrieb so genannte alternative Eier anbietet. Gäste können Informationen über die Rückverfolgbarkeit von servierten Eiern und Eierspeisen verlangen.

Für den Gastronom bedeutet dies in der Praxis eine zunehmende teilweise oder sogar ausschließliche Versorgung mit alternativen Eiern (Eiercode 0, 1 und 2). Der Fakt ist schonungslos, aber die Erzeuger tun sich vor allem aus finanziellen Überlegungen schwer, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Es sei daran erinnert, dass sie zwischen 2010 und 2012 mehr als eine Milliarde Euro investieren mussten, um ihre Käfige an die europäischen Anforderungen anzupassen, wobei sie sich meist zu langfristigen Krediten (bis zu 20 Jahren) verpflichteten. Der Übergang ist mit Kosten verbunden, die die Erzeuger allein nicht tragen können. Es liegt an den anderen Akteuren im foodservice, sie mit konkreten Lösungen zu begleiten, um die Herausforderung anzunehmen und der rasant gesteiegenen Nachfrage nach alternativen Eiern gerecht zu werden, zumal es sich hierbei um eine unumkehrbare Dynamik und nicht nur um einen kurzlebigen Trend handelt.

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